Intel® HD Graphics HD 2500 vs. HD 4000 vs. HD 4600

Mit den aktuellen Intel® Prozessoren gibt es auch interessante integrierte Grafiklösungen, namentlich Intel® HD Graphics HD 2500, HD 4000 und HD 4600. Natürlich gibt es noch mehr, aus der 2. Generation, aber heute geht es mir um die (noch) aktuellen 3 höherwertigeren iGPUs aus den LGA Sockeln 1150 und dem etwas älteren Sockel 1155. Genauer gesagt will ich kurz beleuchten, was für Unterschiede in den iGPUs stecken in punkto Leistung, was mit Hilfe eines Benchmarks ermittelt wurde. Doch bevor es ins Detail geht, noch fix erklärt, was dieses iGPU bedeutet. Es steht ganz simpel für integrated GPU, wobei ein GPU einfach gesagt ein Grafikprozessor ist.

Vorgeschichte: Warum Intel® HD Graphics?

Nun dieser kleine Test ist mehr oder minder durch Zufall entstanden, ich musste mir einen neuen Computer bauen, da ich keine halben Sachen mache und auch bei Kunden sehr gute Erfahrungen mit Intel® Chipsätzen und Prozessoren habe und hatte, war eigentlich klar das ich mir einen Intel i5 CPU einbauen werde. Nach einigem grübeln griff ich dann doch zur etwas älteren 3. Generation mit Ivy Bridge Mikroarchitektur (Sockel 1155), obwohl es seit wenigen Monaten nun schon die 4. Generation i-Core CPUs gibt.

Die Vorteile liegen für mich beim i5 3570 auf der Hand, sehr gute Quad-Core Power, geringer Energieverbrauch, geringe Abwärme und die iGPU in Form von der Intel® HD 4000, dass heißt, ich brauche keine dedizierte extra Grafikkarte, einfach (bis zu 3) Monitor(e) an das Mainboard anschließen. Und genau in diesem Satz liegt nämlich schon der Fehler, ich war in hecktisch und bestellte aus Versehen im Großhandel den i5 3570, statt dem 3570K. Ich merkte den Fehler erst gar nicht , erst nachdem ich mittels Diagnose-Software sah, dass hier nur die Intel® HD 2500 iGPU verbaut ist, bemerkte ich meinen Fehler.

Das Duell: Intel®HD 2500 vs. HD 4000

Um die Sache einfach zu erklären, die K-Variante vom i5 3570 hat eine bessere Grafikkarte, formal korrekt ist es nur ein besserer Grafikprozessor. Aber gucken wir uns doch mal die beiden, in punkto technische Ausstattung:

hdgraphics2Der wohl gravierenste Unterschied ist nicht etwas der Takt, nein es sind die Unidief Shaders und ganz wichtig, die Execution Units, sprich die Ausführungseinheiten. Hier bietet uns die HD 2500 nur 6 und die HD 4000 ganze 16 Stück. Ein Unterschied zwischen Tag und Nacht, wie ich später feststellen durfte.

Angetestet: Intel®HD 2500 Graphics

Basis für meinen Test zwischen HD 2500 und HD 4000 ein Marken Mainboard mit H77 Chipsatz und 8 GB RAM sowie einem Windows 7 64-Bit. Und bei der Intel HD 2500 konnte ich am Anfang nicht meckern, für den normalen Büro-Einsatz eigentlich ideal, die CPU braucht kaum Strom, der Käufer braucht keine extra Grafikkarte und in 99% der Fälle passt das auch prima. In meinem Fall habe ich hier eine Dual-Monitor Konfiguration mit 2 x 24 Zoll Monitor @ 1920 x 1280 Auflösung via DVI und HDMI angeschlossen. Alles lief wirklich sehr flüssig und ich hatte absolut nichts zu meckern, doch dann kam der Punkt, als ich mich via SSH auf einen Server einloggte und mittels top die aktuellen Prozesse anblickte. Nein, ich war nicht zu 100% zufrieden, obwohl das nur Plain-Text war, merkte man, dass hier was schwächelt.

Angetestet: Intel®HD 4000 Graphics

Es folgte dann die K-Version des CPU, dass heißt offener Multiplikator für alle Freunde des übertaktens und die bessere GPU in Form der Intel®HD 4000. Im grundlegenden Office Betrieb war hier kein Unterschied festzustellen, dass arbeiten via SSH auf der Konsole und auch top ging jetzt flüssig und ich bin und war super zufrieden. Wenn man möchte, ist natürlich auch Gaming möglich, mit allen dedizierten Mittelklasse Grafikkarten kann die HD 4000 locker mithalten, mit einer Oberklasse natürlich nicht.

Angetestet: Intel®HD 4600 Graphics

In der 4. Generation gibt es zum Beispiel beim i5 4430 und besser nun die noch schnellere HD 4600, schnellerer GPU Takt mit 400 MHz und nun sogar 20 Execution Units. Die Grafikleistung ist um es kurz zu sagen für mich verblüffend.

Benchmark: Intel®HD 2500 vs HD 4000 vs. HD 4600

Mit einer eher unbekannten aber guten Diagnose Software für den Fachhandel, die diverse 2D und 3D Tests macht, habe ich nun einmal den Unterschied in Zahlen ermitteln wollen. Anzumerken ist hier aber, dass sich die Intel®HD 4600 iGPU hier aus einem i5 4430 mit nur 3,2 GHz stammt, betrieben auf H87 Chipsatz Basis während die anderen beiden in einem i5 3570 mit 3,4 GHz und H77 Chipsatz laufen.

hdgraphics1Der Unterschied zwischen der 3. und 4. Generation ist demnach schon sehr gut sichbar, zwischen HD 2500 und HD 4000 ist ein Unterschied von Tag und Nacht, quasi 200% mehr Leistung, die der Nutzer auch spürt. Noch eine Schippe drauf legt dann natürlich die HD 4600 in den 4. Generation CPUs der i5 und i7 Serie, einfach perfekt!

Fazit:

Der normale Büro PC wird mit der Intel®HD 2500 Grafiklösung keine Probleme haben, weder bei Textverarbeitung noch im Internet. Wer anspruchsvoller ist, für den gibts dann einfach nur die HD4000 bzw. HD 4600 als Ideal-Lösung, zumal der Unterschied im Preis z.B. beim i5 3570 zwischen dem normalen 3570 und der K-Variante mit HD 4000 nur ca. 20 EUR sind. Der passionierte Spieler sollte vielleicht einfach mal testen, in wie fern die angeschafften Spiele mit der integrierten Grafiklösung gut laufen, falls es da Probleme gibt, dann führt wohl kein Weg an einer dedizierten Grafikkarte vorbei.

Sebastian ist IT-Techniker sowie Berater aus Leidenschaft. Er betreibt einen Computerservice in Leipzig, bei dem die individuellen Wünsche & Visionen des Kunden im Mittelpunkt stehen.

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