NAS selber bauen & einrichten mit OpenMediaVault

Heute geht es um ein NAS zum selber bauen, was wir auf der Software Seite mit OpenMediaVault realisieren werden. Aber fangen wir von vorne an, wozu brauchen wir ein eigenes NAS und was ist überhaupt ein NAS? NAS steht für Network-Attached-Storage und ist vereinfacht dargestellt nichts anderes, als eine Netzwerkfestplatte. Wenn wir im eigenen Netzwerk zum Beispiel für Datensicherungen einen externen Speicherplatz benötigen, dann ist so ein NAS zum selber bauen die ideale Lösung, egal ob privat oder geschäftlich.

Was brauchen wir um ein NAS selber zu bauen?

Grundsätzlich eignet sich hier jeder halbwegs aktuelle ausgemusterte Computer, in meinem Fall hier habe ich mir selber zum testen etwas aus einer ausgemusterten Hauptplatine mit einem Intel E2160 CPU und ein bisschen RAM sowie einer  64 GB SSD und einer 40 GB Festplatte zusammen gebaut. Aktuell heißt für mich, SATA Anschlüsse sollten schon vorhanden sein, dass ist eine Generation mit der man was anfangen kann. 😉

Wer sich diese Art von NAS zum richtig produktiven Einsatz selber bauen möchte, der sollte sich 2 größere Festplatten z.B. 2 x 500 GB oder 2 x 1 TB einbauen, um dann entweder per Software mittels OpenMediaVault oder direkt via Hardware ein RAID-1 (Mirroring) für maximale Datensicherheit aufzubauen. Und wenn wir schon beim Thema sind, wer es richtig machen will und ein bisschen Geld im Sparschwein hat, dem kann ich empfehlen, ein Board mit Intel Chipsatz und USB 3.0 Anschlüssen kaufen. Wobei ich aber aus dem Alltag leider weiß, dass die USB 3.0 Controller unter Linux gerne mal Probleme bereiten. Was natürlich ganz wichtig ist im Jahr 2014 ist die Energie-Effizienz. Wer das NAS nur mal kurz an macht um Daten zu sichern, da spielt das weniger eine Rolle, aber beim Dauerbetrieb sollte man schon auf ein 80+ Netzteil achten, was dazu noch leise ist, ebenso auf Strom sparende Mainboards und den passenden CPU. Ein iCore 7 CPU ist sicherlich zum spielen und auf einem echten Server eine interessante Sache, aber als NAS eher unnötig.

Nun kommt die Software Seite, hier verwenden wir OpenMediaVault, ein kostenloses NAS Betriebssystem, welches wir gleich einmal herunterladen. Auf der Download Seite gibt es Virtual Box Images aber wir brauchen, da wir ja einen echten PC haben das ISO, welches wir herunterladen und dann auf eine DVD brennen. Ich persönlich habe mir allerdings das ISO auf einen bootbaren USB Stick gemacht, wie das geht, habe ich hier bereits beschrieben.

Unser OpenMediaVault NAS System entsteht

Wenn wir nun irgend einen bootbaren Datenträger haben, sei es eine DVD oder einen USB Stick, dann stecken wir den an unseren PC oder in unseren PC und booten davon mit dem Ziel, dass unser Installations-Dialog erscheint. Auf dem nun erscheinenden Dialog wählen wir simpel nur den Punkt „Install“ aus, wo wir danach unsere Language also die Landessprache auswählen können, die natürlich Deutsch ist. Gleiches folgt dann noch für das Tastatur-Layout bis wir dann beim Punkt Netzwerk angekommen sind und wir aufgefordert werden einen Rechnername einzugeben. Das ist der Name unseres OpenMediaVault NAS Server  im Netzwerk, in meinem Fall habe ich das NAS Priwall getauft.

OMV-NAS1Theoretisch kann man den Rechnername auch einfach nur mit NAS definieren, dass muss am Ende jeder selber wissen, mit welchem Name das System dann im Netzwerk ansprechbar sein soll.

Nun folgt danach noch ein klein wenig Arbeit, nach einem Klick auf weiter müssen wir noch das Passwort definieren für den Root Zugriff und wenn wir das getan haben, fragt uns das Setup, welches Laufwerk partitioniert werden soll. Hier dann die entsprechende Festplatte auswählen, in meinem Fall war es wie gesagt eine SSD auf die ich OpenMediaVault installieren wollte. Wenn dies alles abgeschlossen ist, dann ist wird ein Neustart erfolgen, nach einer Bestätigung durch uns (und dem vorherigen Abziehen des USB Stick bzw. auswerfen der DVD).

Noch ein Neustart und unser NAS steht

Wenn unser Computer nun neu startet, dann haben wir schon die halbe Miete, die Hardware steht, die Software ist installiert. Beim Start genau auf den Bildschirm gucken, dort steht nämlich die IP-Adresse, die wir dann in unseren Browser eintippen müssen, um die Weboberfläche aufzurufen.

OMV-NAS2Hier nun genau aufpassen, hinter der Netzwerks-Schnittstelle etho steht die IP-Adresse, die dem NAS Server bzw. OpenMediaVault zugewiesen wurde via DHCP, die gut merken bzw. abschreiben. In meinem Beispiel hier heißt das nun, dass ich die Oberfläche zum konfigurieren des NAS über die IP 192.168.178.21 erreichen würde.

Wie wir unser NAS nun konfigurieren, dass wir auch Daten aufspielen können und das NAS im Windows Netzwerk sichbar ist, dass erfaht ihr im 2. Teil OpenMediaVault einrichten und konfigurieren.

Sebastian ist IT-Techniker sowie Berater aus Leidenschaft. Er betreibt einen Computerservice in Leipzig, bei dem die individuellen Wünsche & Visionen des Kunden im Mittelpunkt stehen.

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