OS X Mountain Lion Exchange Probleme lösen

Heute geht es um OS X Mountain Lion sowie Microsoft Exchange, genauer gesagt OS X 10.8.3 und Exchange 2010, wo sich bei dieser Kombination leider häufiger bei Kunden und mir selber das Problem darstellt, dass keine Mails ankommen bzw. bei einer Neueinrichtung das Mail Programm keine Mails synchronisiert und leider dazu auch die Synchronisation von Kalender, Aufgaben und Kontakten nicht korrekt funktioniert.

Mountain Lion und Exchange Probleme lösen

Es gibt 2 Wege die eine Lösung versprechen, die erste Variante wäre ein Downgrade auf OS 10.7.X, was aber nicht unbedingt zu empfehlen ist. Zum einen weil dann alte Versionen auf dem Computer genutzt werden, wo der Endkunde nicht von den Verbesserungen profitieren kann und noch viel wichtiger, dass das System dann eventuell mit einer alten Version Sicherheitsprobleme haben könnte.

Eine andere Variante ist die Modifikation der hosts Datei mit dem Hintergrund, dass es hier offenbar beim suchen der richtigen Serverdaten via Autodiscover zu Problemen und damit Verzögerungen kommt. Eine Lösung soll zwar die Deaktivierung der automatischen Servereinstellungen sein, leider zeigt dies jedoch meist keine Besserung bei der Problematik, dass keine Mails sichtbar sind bzw. generell keine Daten synchronisiert werden.

Die Grundproblematik steckt laut einigen Berichten darin, dass die Mail Anwendung versucht, über den als Interner Server angegeben Server Kontakt zum EWS (Exchange Web Services) herzustellen. Trotz dem neusten Updates auf OS X 10.8.3 wurde hier leider der Fehler hier nicht behoben, so dass ein wenig Trickserei notwendig ist.

Lösung: editieren der hosts Datei

Die Workaround Lösung sieht demnach so aus, dass wir über die hosts Datei des Computers eine direkte Weiterleitung vom internen Server auf den externen Server definieren. Zu erst müssen wir jedoch den von Autodiscover ermittelten Server herausfinden, den wir bei gestartetem Mail sehen im Menü MailEinstellungen … und dort beim jeweiligen Exchange Account. Den Wert der z.B. so aussehen könnte ex10cas12.xyzanbieter.de müssen wir nun markieren und dann kopieren, den Wert für den externen Server schreiben wir uns am besten auf oder kopieren ihn vorher in eine Textdatei.

Nun müssen wir nur noch für unsere Weiterleitung die IP-Adresse des externen Server herausfinden, dazu starten wir Terminal (zu finden im Finder unter Programme -> Dienstprogramme) und tippen auf der Kommandozeile ein:

host -t a externerserver

um ein kein konkretes Beispiel zu nennen, wenn der externe lautet ews.xyzanbieter.de dann tipppen wir dort ein:

host -t a ews.xyzanbieter.de

Als Folge bekommen wir dann die IP Adresse des Servers angezeigt, die wir uns am besten abschreiben, im Beispiel sagen wir mal, dass diese 123.456.789.012 ist. Weiter geht es im Terminal, wir tippen folgendes zum editieren der hosts Datei mit dem nano Editor ein und bestätigen mit Enter:

sudo nano /etc/hosts

Es startet der nano Editor und wir gehen in die letzte Zeile, in der wir folgendes hinein schreiben:

IP-Adresse die wir mit host -t befehl vom externen Server ermittelt haben, getrennt durch einmal den Druck auf die Tabulator-Taste gefolgt von der internen Server Angabe. Mit den Angaben aus dem Beispiel von dieser Seite müsste dann dort stehen:

123.456.789.012     ex10cas12.xyzanbieter.de

Dann bestätigen wir mit Enter, so dass wir auf eine neue Zeile kommen und schließen den Editor mit CTRL + X. Die nun folgende Abfrage, wo die Datei gespeichert werden kann auch einfacht durch einen Druck auf Enter bestätigt werden.

In Realität könnte so eine modifizierte hosts Datei z.B. dann so aussehen:

terminalos

Nun sollten wir das Gerät noch neu starten und dann gilt es zu probieren. Ein Nachteil an der Sache ist leider, dass dann Sicherheitsmeldungen kommen, da das Betriebssystem die Manipulation bemerkt, die wir jedes mal mit ja bestätigen müssen.

Sebastian ist IT-Techniker sowie Berater aus Leidenschaft. Er betreibt einen Computerservice in Leipzig, bei dem die individuellen Wünsche & Visionen des Kunden im Mittelpunkt stehen.

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