Windows schneller machen / beschleunigen – so gehts!

Windows ist das am meisten verbreitete Betriebssystem doch manchmal wünscht man sich nach einiger Zeit, dass Windows schneller laufen s soll, so wie nach der Installation. Der Wunsch hat auch eine Ursache, einige Menschen installieren sich ein jungfräuliches frisches Windows und kaum versieht man sich, sind nach einem Monat zahlreiche (unnötige) Programme installiert worden und Windows bläht sich von Tag zu Tag mehr und mehr auf. Daher hier ein paar Tipps um Windows Vista und Windows 7 zu beschleunigen. Alle Tipps sind natürlich auf eigene Gefahr auszuführen.

Ein paar Grundlagen

Was ich unseren Kunden immer empfehle, dass ist eine Grund Installation vorzunehmen, dass heißt man installiert sein Betriebssystem und danach nur die zum arbeiten benötigte Software wie z.B: das Office-Paket oder Buchhaltungs-Software/Grafikprogramme, danach sollte nur wirklich notwendige Software installiert werden. Einer der häufigsten Fehler, die ich nahezu täglich erlebe, dass ist, dass viele Leute sich sich jeden Monat im Zeitungsladen 3 Hefte von PC-Zeitschriften holen, sich von den beiliegenden DVDs alles installieren und davon 50% wieder deinstalliert wird und dann wundern sich die Leute, warum der PC nach einem Jahr 10 Minuten braucht, bis alles geladen ist nach dem Windows Start. Auch von gewissen Tuning Programmen, die helfen den PC wieder schneller zu machen, kann ich nur abraten, denn im Alltag zeigt sich nur zu oft, dass diese Tools auch jede Menge Schaden anrichten können.

Internetspuren und Daten-Müll vernichten!

Wer viel im Web surft, der hinterlässt auch viele Spuren auf seinem PC, denn jeder Browser legt meist einen Cache an, in diesem Speicher werden z.B. Bilder einer Website gespeichert, damit die lade intensive Elemente nicht jedes mal neu geladen werden müssen. Natürlich sammeln sich auch Cookie, der Verlauf und was nicht alles. Hier fangen wir an Speicher frei zu räumen und helfen tut uns dabei das Programm Clearprog.

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Einfach die Haken setzen bei den einzelnen Elementen wie im Screenshot zu sehen, schon haben wir 50,18 MB gewonnen.

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Beim Windows Optionsfeld machen wir selbiges und zack, noch einmal 2,384 GB frei geräumt, wenn das nichts ist?!?! Hierbei wurden Dateien gelöscht, die temporär angelegt wurden, sprich Dateien, die wir nicht mehr brauchen … Datenmüll. Es gibt zwar Boardmittel um im Windows aufzuräumen, allerdings scheint mit Clearprog verlässlicher.

Den Start von Windows beschleunigen

Ein weiteres wichtiges Thema, wo man ansetzen kann – sofern man Ahnung hat – das sind die Dienste die Windows im Hintergrund startet. Eine Seite auf die Verlass ist mit Registry-Files die man nur ausführt und danach die Dienste optimiert sind, nennt sich SpeedyVista. Auf der Seite finden sich diverse Konfigurationen von minimal über tweaked bis hin zu safe. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, gerade bei Installationen von Hard- oder Software kann es bei gewissen deaktivierten Diensten zu Problemen kommen, daher ist dieser Schritt sehr gut zu überlegen.

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Ein weiterer Punkt ist der berühmte Autostart von Windows, wo nach dem Start von Windows automatisiert Programme gestartet werden. Um hier auszumisten, hilft das Boardmittel msconfig oder noch besser, eine Software namens Starter. Aber auch hier sollte man eine Portion Gefühl und PC-Kenntnisse mitbringen, dass man einschätzen kann, was man aus dem Autostart löschen kann und was nicht. Pauschale Tipps kann man hier leider auch schlecht geben, da jeder PC anders konfiguriert ist.

Unbekannte Windows Treiber finden

Und nur mal so am Rande erwähnt, bei jedem 2. PC den ich sehe, sind im Gerätemanager „Unbekannte Geräte“ zu sehen, ihr wisst schon, die mit dem Fragezeichen. Sowas kann ein System instabil machen und zum Absturz bringen, Stichwort Bluescreen (BSOD). Deshalb versorgen wir doch die unbekannte Hardware,  welche Windows nicht erkennen will mit aktuennen Treibern. Helfen dabei wird uns der Unknown Device Identifier.

Treiber immer aktuell halten

20110104-4Gewisse Treiber wie z.B. die Grafikkarte sollten immer aktuell gehalten werden, was insbesondere die Zocker die Tag und Nacht Spiele machen wissen. Denn mit aktuellen neuen Treibern, springen bei dem einen oder anderen hier und da mal paar Frames mehr raus pro Sekunde oder auch in Sachen Multimedia/Video-Bearbeitung springen Vorteile raus. Aber nicht nur für die Grafikkarte, sondern auch für andere Komponenten sollte man aktuelle Treiber verwenden. Aber Vorsicht, im IT Bereich gibt es die goldene Regel „never touch a running System“ und so gestehe auch ich hier, dass ich manch Computer, der keine Probleme aufweist, lieber in Ruhe lasse und nur nach 1 – 2 Jahren bei Kunden mal ein Update mache. Ein weiterer Tipp sind BIOS Updates, welche ich persönlich liebe, da sie Probleme beheben und einiges besser läuft, aber auch hier ist der „offizielle Rat“, man sollte es nur tun, wenn man Probleme hat.

Übrigens, in Sachen Treiber auch noch ein Tipp. Windows liefert zwar ab Werk immer viele Treiber mit, insbesondere bei Windows ist das ein Traum. Dennoch kann ich für ein optimal flutschendes Windows (nach einer frischen Windows Installation) nur raten, die Chipsatz-Treiber zum Mainboard zu installieren und nicht die voreingestellten von Microsoft bereitgestellten zu nutzen. Gleiches gilt danach auch für die Grafikkarte und andere Komponenten, denn der Profi wird wissen, dass einige Treiber die Werk mitgeliefert werden, nur einen begrenzen Funktionumfang haben können, besonders bei Peripherie-Geräten.

Grafik-Effekte abschalten?

Die absoluten Performance Freaks schalten die seit Windows Vista bekannte Aero Oberfläche, welche uns diese durchsichtigen Fenster bereitstellt ab. Zum einen, weil es Rechenzeit kostet, die Grafikkarte mehr arbeiten muss und dies wiederum mehr Strom. So die offizielle These dazu, ich persönlich halte das für übertrieben, sicherlich bekommt man ohne Aero mehr Performance, aber genau das ist doch das, was ein modernes Windows ausmacht, die neue User-Experience mit modernen Fenstern die eben durchsichtig sind.

Indizierung abschalten

Ansich eine tolle Idee, Windows rattert seit Vista immer im Hintergrund auf der Festplatte rum und indiziert unsere Festplatte, was wiederum zu einer Datenbank führt auf die Windows zugreifen kann, wenn wir etwas suchen. Der Vorteil für uns? Wir suchen eine Datei und Windows sagt uns ohne lange Suchvorgänge wo diese zu finden ist. Aber mal ganz ehrlich, ich brauche die Suchfunktion so gut nie und wenn ich dann doch mal suchen muss, dann bin ich auch gerne bereit 20 Sekunden zu warten, bis ein Ergebnis vorliegt.

Also schalten wir die Indizierung ab! Wir gehen auf Start -> Ausführen … (oder alternativ Windows-Taste + R) und tippen dann ein services.msc. Im nun folgenden Fenster sehen wir dann irgendwann ziemlich weit unten einen Dienst „Windows-Suche“ wo wir doppelt drauf klicken und sich dann ein Fenster öffnet. Hier klicken wir auf „Beenden“ und dann wählen wir als Starttyp im Dropdown-Feld „deaktiviert“ aus, so dass es am Ende so aussieht:

20110104-5Was rattert denn da noch?

Ja noch jemand beschäftigt die Festplatte immer schön, der Dienst namens Schattenkopie die für Wiederherstellungspunkte vom Windows sorgt. Wer immer schön selber Backups bzw. Festplatten-Images zieht, der kann die Schattenkopie abstellen. Wir gehen in die Systemsteuerung – > System -> Erweiterte Systemeinstellungen und dort wählen wir den Reiter Computerschutz und nehmen das Häkchen weg bei unserer Festplatte:

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Was bringt uns das? Weniger Schreib- und Lese-Vorgänge im Hintergrund, ergo weniger CPU Last und dazu sparen wir Speicherplatz. Diese andauernden Backups vom System im Hintergrund sind ja nett gemeint, aber mich nervte es einfach nur.

Sebastian ist IT-Techniker sowie Berater aus Leidenschaft. Er betreibt einen Computerservice in Leipzig, bei dem die individuellen Wünsche & Visionen des Kunden im Mittelpunkt stehen.

One Response
  • David
    Jan 13, 2014

    Danke für den Artikel!
    Ich bin bisher immer ganz gut mit den bekannten PC Optimierern gefahren.
    Aber wenn mein PC bald mal wieder langsamer werden sollte, werde ich die vorgeschlagenen Programme mal ausprobieren 🙂

    David Jan 13, 2014
    Antworten

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